Wiederherstellen des System eines ASUS Eee PC 1000H

Ich habe gerade herausgefunden, dass es mit (anscheiend nur manchen) Eee PC 1000H möglich ist, den ursprünglich ab Werk vorhandenen Festplatteninhalt ohne extra DVD-Arbeit mit wenigen Klicks in den Ursprungszustand zurück zu versetzen. Genial!

Ich hatte gerade mal geschaut, welche Partitionen auf der Festplatte meines Eees angelegt sind. Da fiel mir die Partition mit dem Namen „PE“ auf. „PE“ hatte ich in irgend einem Zusammenhang schon mal gelesen, als ich mich über das Wiederherstellen des Systems via DVD-Image informiert hatte.

Kurz gesucht… jemand meinte, er könne nach Drücken von „F9“ während des Bootvorganges sein System einfach von einer versteckten Partition wiederherstellen. Das wäre genial! Ich kenne das von IBM-/Lenovo-Notebooks. Dort gibt es das auch, funktioniert einwandfrei (nach meiner Erfahrung zumindest, nicht alle aus meiner Firma können das bestätigen).

Also gleich mal geschaut, ob das auch bei meinem Eee so ist. Der erste Versuch scheiterte, ich war zu langsam. Wenn man im BIOS („F2“ während des Bootens) die Option „Boot Booster“ deaktiviert, hat man mehr Zeit für den Versuch. „Quick Boot“ und „Quiet Boot“ habe ich auch deaktiviert, um mal die ganzen Angaben zu sehen. Ist schon recht interessant, was da alles über den „Kleinen“ zutage kommt.

Ein Druck auf „F9“ während der Anzeige „Press ESC to boot“ bewirkt das Auftauchen eines Ladebalkens „Loading Pre-Boot Environment“, nachdem 9 Sekunden Bedenkzeit abgelaufen sind. Und siehe da, er startet eine versteckte Windows XP-Installation. Man wird darauf hingewiesen, dass ein Backup vor dem Wiederherstellen nicht schaden kann. Außerdem kann man sich auch noch umentscheiden und abbrechen.

Ich bin echt überrascht, diese Option gefunden zu haben. Genutzt habe ich sie noch nicht, dies ist noch nicht nötig. Da ich viele Programme als portable Version von www.portableapps.com nutze, bleibt meine XP-Installation relativ stabil, was neue und evtl. störende/problematische Sachen angeht.

Aber gut zu wissen, dass ich wiederherstellen könne, falls ich müsste :) .

22 Gedanken zu „Wiederherstellen des System eines ASUS Eee PC 1000H“

  1. Dieser link sollte bei Google an stelle der google ikone eingeblendet sein.
    Sehr guter beitrag.

    Es wird soviel müll zu diesem thema im internet veröffentlicht, so dass dieser beitrag wirklich gold wert ist.

    Danke
    Harald

  2. Hi,

    ein Kumpel hat mich gefragt ob ich ihm seinen eee wieder herstellen kann. Ich natürlich großsspurig, klar kein Problem.
    Habe dann erst zu Hause gemerkt das er kein LW hat. Habe mir eines besorgt. Dann wollte ich ein Backup machen und habe die anden PArtitionen gesehen. Dann ein wenig gegoogelt und den Beitrag hier gefunden. Jetzt brauche ich kein ext. LW mehr und die Wiederherstellung gehr sehr schnell.

    Vielen Dank für den Tipp!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. Sehr schöner Beitrag, offensichtlich konnten Sie vielen Leuten helfen, das beweist mal wieder, dass niemand mehr im Handbuch nachliest, da steht es nämlich direkt unter dem Thema „Systemwiederherstellung“…

    Das hätte Ihnen allen viel Arbeit erspart.
    Mfg

  4. @Bastian: Ich kann natürlich nicht für alle Leser meines Blogs sprechen. Aber bei mir war der Grund dafür, dass meine Entdeckung so überraschend war der, dass ich diese Funktionalität bei einem Netbook schlicht und ergreifend nicht erwartet hatte. Bei meinem Dienst-Notebook von Dell in der „>1000 €-Klasse“ fehlt dieses Feature, das vorige von IBM hatte es und bei anderen Notebooks im Bereich von 400 € – >1000 € hatte ich das bis zu dem Zeitpunkt noch nicht in dieser Einfachheit gesehen.
    ASUS hat mich hier echt positiv überrascht, das gilt insgesamt immer noch für den Eee PC 1000H. Demnächst werde ich ihn, nachdem mein Dienst-Notebook auch eine erhalten hat und ich sehr zufrieden damit bin, wohl mit einer aktuellen SSD (60 GB) aufrüsten. Ich finde den Gedanken, ein kleines, schnelles, leises und vor allem stoßunempfindliches Netbook immer in der Tasche zu haben, nämlich sehr interessant und kann jedem empfehlen, diese Technik in einer aktuellen Version in seinem Rechner, egal ob Desktop-PC oder Klapprechner, einmal auszuprobieren.

  5. Hallo Kay,

    ein sehr guter Beitrag!

    Aber: Bevor man diese kleine Goldstück recovered, sollte man sich ggf. Gedanken über die Datensicherung machen. Ich hatte hier ein Gerät bei dem noch all die schönen Urlaubsfotos, die gute Musik und ein paar Filmchen gerettet werden mussten (30 GB).

    Ein Recovern löscht diese Daten unwiederruflich.

    Daher sollte man bei SicherungsBedarf vor dem Recovern einen Linux Boot-Stick einrichten. Das ist ganz einfach und man kann dann auf diesem booten. Im Linuxsystem die Partitionen mounten und die Daten auf ein weiteres Laufwerk sichern.

    Wie der USB Stick erstellt wird, ist unter http://www.linuxusbstick.de ganz gut erklärt. Ich habe das mit einem Knoppix gemacht. Hier eine „kurze“ Beschreibung wie es unter Win7 funzt:

    a) ISO Image runterladen
    b) USB Stick mit FAT32 partitionieren (Win7 DiskPart Befehl)
    c) ISO Image mit 7Zip auf USB Stick entpacken
    d) Verzeichnis isolinux auf oberste Ebene des Sticks kopieren
    e) Ordner isolinux in syslinux und die darin enthaltene Datei isolinux.cfg in syslinux.cfg umbenennen
    f) Auf kernel.org das Tool syslinux downloaden und auf C:\syslinux entpacken
    g) Eingabeaufforderung starten und aus dem entsprechenden Verzeichnis die syslinux.exe aufrufen und damit das USB Laufwerk bootfähig machen. Bei mir wars die syslinux64.exe weil Win7Pro64Bit..

    Nochmals Danke für Deinen Beitrag. Ich freue mich immer, wenn man solche Beiträge im Web findet. Das macht den Sinn des Internets aus..

    Beste Grüße aus Kölle
    Hiro

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